Recap zum TWL-KOM Webinar „Trends & IT-Ausblick 2026“

Online Event, 20.02.2026

In unserem Webinar „TWL-KOM Trends & IT-Ausblick 2026“ am 20. Februar 2026 gab Niels Kallies, Head of Sales & Marketing bei TWL-KOM, Orientierung und Inspiration für eine zukunftssichere IT-Strategie. Vier Themen standen dabei im Fokus: Cloud Repatriation, Digitale Souveränität, Managed Services und Cyber Security. Silke Blum, Teamlead Marketing bei TWL-KOM, hat durch das Programm geführt und auch einen Ausblick auf die bevorstehenden TWL-KOM Events 2026 geben.

Komplexität frisst Innovation


Viele Unternehmen kennen die Situation: Über Jahre sind neue Anwendungen, Plattformen und Services hinzugekommen. Die IT ist gewachsen – und mit ihr die Komplexität.

Unterschiedliche Systeme, zahlreiche Schnittstellen und verteilte Daten bremsen Innovation. Statt Zukunftsthemen voranzutreiben, dominiert das Tagesgeschäft. „Keep the Lights on“ wird zur Daueraufgabe.

Unser Ansatz: Komplexität reduzieren, Strukturen harmonisieren und eine klare Zielarchitektur schaffen. Eine stabile, hochverfügbare Infrastruktur bildet die Basis für Datensouveränität, Sicherheit und nachhaltige Innovation.

Welche Technologien und Strategien dabei entscheidend sind, zeigen wir in unseren aktuellen IT-Trendthemen.

Drei Schlüsseltrends für 2026

1. Cloud Repatriation – gezielte Rückverlagerung aus der Public Cloud

Cloud Repatriation bezeichnet die bewusste Rückverlagerung von Anwendungen, Daten oder IT-Systemen aus der Public Cloud in eine eigene Infrastruktur – etwa ins eigene Rechenzentrum oder in eine Private Cloud. Dabei geht es nicht um eine generelle Abkehr vom Cloud-Modell, sondern um eine differenzierte Betrachtung einzelner Use Cases.

Zentrale Faktoren:

  • Schwer kalkulierbare und dynamische Kostenmodelle in der Public Cloud
  • Steigende Anforderungen an Datenschutz und Compliance
  • Strategische Neuausrichtungen

Viele Unternehmen stellen fest, dass eine frühere Cloud-First-Strategie nicht für jede Anwendung die optimale Lösung darstellt.

  • Cloud Repatriation bedeutet daher nicht „zurück zur alten IT“, sondern eine gezielte Optimierung der IT-Architektur. Ziel ist es, für jede Anwendung das passende Betriebsmodell zu wählen – wirtschaftlich, sicher und strategisch sinnvoll.

2. Digitale Souveränität – Kontrolle und Unabhängigkeit in der IT

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Unternehmen, digitale Technologien selbstbestimmt, unabhängig und kontrollierbar einzusetzen. Im Kern geht es um die Kontrolle über eigene Daten, Infrastruktur und den gesamten Technologie-Stack – mit dem Ziel, Abhängigkeiten bewusst zu reduzieren.

Zentrale Faktoren:

  • Geopolitische Entwicklungen
  • Regulatorische Anforderungen in Europa
  • Zunehmende Marktmacht großer Technologieanbieter
  • Künstliche Intelligenz

Unternehmen hinterfragen stärker, in welchen Rechtsräumen ihre Daten liegen, welchen Anbietern sie vertrauen und welche Risiken durch Abhängigkeiten entstehen. Besonders im Kontext von Künstlicher Intelligenz rücken dabei zentrale Fragen in den Fokus: Wo werden Daten verarbeitet? Wo werden Modelle trainiert? Wem gehören die Ergebnisse? Gerade bei sensiblen Anwendungen gewinnt der Standort und der rechtliche Rahmen der Infrastruktur zunehmend an Bedeutung.

  • Digitale Souveränität bedeutet daher nicht Abschottung, sondern bewusste Architekturentscheidungen – mit klarer Kontrolle über Daten, Technologien und strategische Abhängigkeiten.

3. Managed Services – vom Outsourcing-Modell zum strategischen Werkzeug

Managed Services beschreiben den gezielten Einsatz externer IT-Leistungen als strategischen Baustein der Unternehmens-IT. Im Kern geht es nicht mehr nur um Outsourcing oder Kostenersparnis, sondern um die intelligente Verzahnung externer Services mit internem Know-how – mit dem Ziel, Stabilität, Skalierbarkeit und Innovationsfähigkeit zu stärken.

Zentrale Faktoren:

  • Fachkräftemangel
  • Wunsch nach planbaren und transparenten Kosten
  • Steigende regulatorische Anforderungen
  • Wachsende IT-Komplexität
  • Innovations- und Transformationsdruck

Unternehmen setzen Managed Services heute gezielt ein, um stabile Betriebsmodelle sicherzustellen, Risiken zu reduzieren und interne Ressourcen zu entlasten. Während im Mittelstand vor allem Entlastung, Kostensicherheit und Compliance im Vordergrund stehen, nutzen größere Unternehmen Managed Services verstärkt zur Komplexitätssteuerung, Governance und Innovationsförderung.

Ob Serverbetrieb, Virtualisierung, Storage, Backup, Firewall, Endpoint Security, Netzwerk oder Disaster Recovery – moderne Managed Services sind modular, skalierbar und granular einsetzbar.

  • Managed Services sind damit kein reines Outsourcing-Modell mehr, sondern ein strategisches Instrument zur Sicherung von Stabilität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit.

Dauertrend Cyber Security

Cyber Security bleibt auch 2026 ein zentrales Zukunftsthema. Im Kern geht es um den Schutz von Daten, Systemen und Geschäftsprozessen in einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt. Die Bedrohungslage wächst dabei nicht nur in der Anzahl der Angriffe, sondern vor allem in ihrer Qualität.

Die maßgeblichen Entwicklungen:

  • KI-gestützte Angriffe wie automatisierte Phishing-Kampagnen
  • Intelligente Schwachstellenanalysen und neue Angriffsmethoden
  • Zunehmende Automatisierung in der Cyberkriminalität
  • Einsatz von KI auch auf Verteidigungsseite zur Echtzeit-Erkennung

Parallel gewinnt Business Continuity Management weiter an Bedeutung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Geschäftsprozesse auch im Krisenfall handlungsfähig bleiben. Recovery-Konzepte, Clean Backups und Recovery Sites werden damit zu strategischen Bausteinen der Unternehmenssicherheit.

Zudem stellen Deepfakes im Kontext von Social Engineering eine neue Herausforderung dar. KI-generierte Audio- und Videoinhalte erschweren die Unterscheidung zwischen authentisch und manipuliert und erhöhen das Risiko gezielter Betrugsversuche.

  • Cyber Security ist längst kein isoliertes IT-Thema mehr, sondern eine strategische Kernaufgabe zur Sicherung von Stabilität, Vertrauen und Geschäftskontinuität.

Ausblick TWL-KOM Events 2026

Unser nächstes TWL-KOM connect Event steht bereits in den Startlöchern!

Am 17. April 2026 findet das TWL-KOM connect Business Breakfast zum Thema „Von Hosting bis Hardware“ in zusammenarbeit mit unserem Partner Dell in unserem TWL-KOM Office statt.

Alle Details und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu allen weiteren bevorstehenden TWL-KOM Events in diesem Jahr:

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