Der erste Schritt zur digitalen Souveränität ist Transparenz. Unternehmen sollten sich grundlegende Fragen stellen:
- Wo liegen unsere Daten aktuell?
- Wie hoch ist das Risiko, im Ernstfall keinen Zugriff mehr zu haben?
- Welche Auswirkungen hätte ein Datenverlust?
- Ist unsere Business Continuity gewährleistet?
Nur wer diese Fragen beantworten kann, ist in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Strategien für mehr Datensouveränität
Digitale Souveränität entsteht nicht über Nacht, sondern durch gezielte, schrittweise Maßnahmen. Dazu gehören:
- Risikostreuung: Verteilung von Daten und Systemen, beispielsweise auf unterschiedliche, verlässliche Rechtsräume
- Exitfähigkeit: Die Möglichkeit, jederzeit flexibel den Cloud-Anbieter, das Datacenter oder die Software zu wechseln
- Resilienz: Systeme so gestalten, dass sie auch bei Störungen stabil bleiben
- Unabhängigkeit: Vermeidung von einseitigen Abhängigkeiten gegenüber einzelnen Anbietern
Souverän handelt, wer vorausschauend plant, Optionen kennt und bewusst entscheidet.
Warum der Datenstandort entscheidend ist
Gerade für Organisationen mit sensiblen Informationen ist der Speicherort der Daten ein zentraler Faktor. Datenverluste können nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch das Vertrauen von Kunden und Partnern nachhaltig beeinträchtigen.
Ein Datenstandort in Deutschland bietet klare Vorteile:
- hohe Datenschutzstandards nach deutschem Recht
- transparente rechtliche Rahmenbedingungen
- klare Verantwortlichkeiten und Kontrollmöglichkeiten